Kübler baut auf Digitalisierung mit Assyst

  • Modernisierung
  • CAD-Wechsel
  • Durchgängige Prozesse von CAD zur Produktion

Über Kübler:

  • 245 Mitarbeitende
  • Ausbildung & Duales Studium
  • 27 Produktlinien mit rund 360 Artikeln
  • Berufsgruppen: Industrie und Handwerk, Verkehr, Logistik, Kommunen, Dienstleistung, Natur & Landwirtschaft, Gesundheit

Workwear mit Innovationsfaktor

Die Paul H. Kübler Bekleidungswerk GmbH & Co. KG entwickelt hochwertige Berufs- und Arbeitsschutzbekleidung für alle Personengruppen, deren berufliches Umfeld durch extreme körperliche Belastungen oder starke äußere Einflüsse geprägt ist. Dabei stehen für den Workwear-Spezialisten aus Plüderhausen Sicherheit, Funktionalität, Innovation und Arbeitskomfort der einzelnen Person im Vordergrund. Für jede Produktentwicklung werden Schutzfunktionen und Normen genau nach Vorschrift und Bedarf kombiniert. Spezialkonstruktionen werden konzipiert u.a. für Werkzeugtaschen, individuelle Bewegungsabläufe oder stark belastete Stellen an der Bekleidung. Ebenso werden Arbeitsumgebung und -temperatur in die Materialauswahl und das Designkonzept mit einbezogen. Für individuelle Kundenanforderungen werden Spezifikationen bestehender Artikel angepasst oder neue Produkte entwickelt. Entsprechend umfangreich ist das bestehende Varianten- und Größensortiment. Ein Auszug des Kübler-Sortiments steht auch Privatpersonen im Fachhandel, dem hauseigenen E-Store oder in Baumärkten zur Verfügung.

Ein modernes CAD-System kann die Arbeitsweise der Schnittabteilung effizienter gestalten. Prozesse sollen durchgängig digital unterstützt werden, um die Voraussetzung für zukunftsorientiertes Arbeiten zu schaffen: beispielsweise für Automatisierung, Datenflüsse in der Lieferkette oder die vollständige Anbindung an ERP und EDI. Dafür wechselt Kübler von Investronica und Optiplan auf Assyst-Technologie und plant mit Assyst.CAD, Autocost und Automarker einen durchgängigen Prozess von der Schnittentwicklung bis zur Produktion.

Wechsel des Schnittsystems von Investronica zu Assyst.CAD

Der Wechsel des CAD-Systems betrifft alle Produktlinien und ist damit ein enormer Eingriff in den Kernprozess der Produktentwicklung bei Kübler. Gemeinsam mit den Assyst-Experten bereiten die Projektverantwortlichen Manuela Banzhaf und Julia Stuckenberger das Projekt sehr detailliert vor und versuchen bereits bei der Planung, alle Eventualitäten zu berücksichtigen. Die Herausforderung dabei ist, dass „alte“ und „neue“ CAD-Welt eine ganze Zeit lang im Parallelbetrieb funktionieren müssen, damit das Tagesgeschäft möglichst ungestört weiterlaufen kann.

Für uns war es der erste CAD-Wechsel. Das Assyst-Team hat hier viel Erfahrung. Das hat uns sehr geholfen und dafür gesorgt, dass wir auch die Ergebnisse bekommen haben, die wir uns vorgestellt hatten.
Manuela Banzhaf, Team Lead Business Project Management, Kübler Workwear

Die Modernisierung des CAD-Systems bedeutet für Kübler aber nicht nur, eine Software auszutauschen. Für einen durchgängigen Prozess braucht das Unternehmen klare Datenstrukturen. Im Laufe des Projekts wird deshalb die jahrzehntelang gewachsene Schnitt-Landschaft verschlankt und neu organisiert. Das Schnitt-Team erhält von Anfang an intensive Schulungen in Assyst.CAD, um den Wandel aktiv mitgestalten zu können.

Im Einsatz bei Kübler:

  • Assyst Projektteam
  • Assyst.CAD (Schnittkonstruktion)
  • Assyst.Automarker (Schnittbildlegen)
  • Assyst.Autocost (Auftragsoptimierung)
  • Anbindung an Intex (ERP)
  • Anbindung an diverse Plotter- und Cuttersysteme

CAD: Modernisierung der Schnittverwaltung

Gemeinsam mit den Assyst-Experten konsolidiert das Team von Kübler im ersten Schritt die Grundschnitte, reduziert die Anzahl der Gradiertabellen und schafft mit Datenbank und Attributen eine neue Benennungslogik. Früher waren die Schnitte über automatisch generierte Nummernformate abgespeichert und nur mithilfe eines zusätzlichen Programms auffindbar. Mit Assyst.CAD definiert das Schnitt-Team Gradier- und Maßtabellen als einheitliche Standards, benennt alle Schnittteile, Styles und Modelle nach einem einheitlichen und sprechenden System und verwaltet diese in der Assyst. CAD-Datenbank.

Im zweiten Schritt erfolgt die Konvertierung der Schnitte. Um die Einarbeitung zu erleichtern, wird mit Grund- und Basisschnitten begonnen. Die Schnitte werden nach AAMA exportiert und im Assyst Designspeicher abgelegt. Jeder einzelne Schnitt wird im Zuge der Umwandlung manuell überarbeitet. Dabei werden Linienführungen, Kennzeichnungen, Gradierwerte etc. angepasst sowie die Benennungslogik zugewiesen und die Stückliste aktualisiert. Alle übertragenen Daten werden sehr detailliert geprüft, damit final ein produktionsreifer Schnitt in die Datenbank abgespeichert werden kann. Nach der Freigabe der Konvertierung durch das Schnitt- Team können Disposition und Arbeitsvorbereitung die Produktion auf dem neuen Assyst-Weg durchführen.

Automarker: Automatisches Schnittbildlegen und durchgängige Auftragsoptimierung

Die Einführung von Autocost (Auftragsoptimierung) und Automarker (Schnittbildlegen) wird ebenfalls durch intensive Schulungen eingeleitet. Gemeinsam mit Assyst hinterlegt das Lagenbild-Team die notwendigen Parameter für die Kübler-Schnittbilder in Automarker. Autocost wird an das vorhandene ERP-System angebunden. Parallel dazu führt Kübler interne und externe Peripherietests zur Anbindung von Plottern und Cuttern durch. Dafür werden den Produktionsbetrieben Schnittlagenbilder aus beiden Systemen übermittelt, die geplottet und verglichen werden. Die Freigabe erfolgt nach Prüfung der Dimensionen der Plots, erfolgreichem Cutter-Zuschnitt und der Fertigung dieses kleinen Testauftrags.

Durch den Wechsel zu Assyst.CAD haben wir unsere Entwicklung neu aufgestellt und dabei neue Prioritäten gesetzt. Assyst hat uns bei jedem Schritt begleitet und ist genau auf unsere Bedürfnisse eingegangen. Die Zusammenarbeit, die Beratung und die Einarbeitung in die neuen Systeme waren genau richtig.
Julia Stuckenberger, Team Lead Pattern, Kübler Workwear

Ergebnisse des Projekts:

  • Konsolidierung/Verschlankung Grundschnitte & Gradiertabellen
  • Neuer Arbeitsablauf – Schnittentwicklung durchgängig bis zur Produktion
  • Klare Übersicht über Materialbedarf (Planbedarf/Grundbedarf)
  • Erfolgreiche Datenkonvertierung von Investronica zu Assyst.CAD

Ergebnis: besseres Arbeiten, moderne Prozesse und Offenheit für digitale Innovation

Das gemeinsame Projekt ist ein großer Erfolg. Alle Abteilungen ziehen an einem Strang und leben auch intern das Firmenmotto: Make work better. Sie werden vom Assyst-Team mit Workshops und Schulungen ganz individuell bei Fragen jeder Art unterstützt.

Der neue Weg bei Kübler

Heute setzt Kübler durchgängig Assyst-Technologie ein. Wenn Styles oder Modelle im CAD freigegeben sind, fließt der Produktionsauftrag aus Intex (ERP) mit den Schnittdaten in Autocost zur Auftragsoptimierung und Verbrauchsermittlung zusammen. Die Schnittbilder werden direkt aus Assyst.CAD in Automarker gelegt und an die Partnerbetriebe übermittelt.

In Assyst.CAD sind alle Kübler Schnitte nun eindeutig mit konsistenten Benennungen angelegt. So können fortan Varianten-Schnittteile übersichtlich verwaltet werden. Auf diese Weise verbessert sich die zukünftige Produktentwicklung: Kundenspezifische Anpassungen z. B. von Taschenformen, Trageriemen o.Ä. lassen sich einfach ergänzen und zuordnen. Für Spezialanfertigungen in besonderen Größen plant Kübler im kommenden Jahr Assyst.MtM, das Maß-Programm von Assyst, einzuführen, um auch an dieser Stelle effizient zu arbeiten.

Durch Assyst.CAD und unser Projekt haben wir wieder ein sehr gutes Verständnis für unsere Grundschnitte. Die Varianten und individuellen Modifikationen, für die wir im Markt bekannt sind, können wir jetzt besser und ohne aufwendige Kontrollen umsetzen. Und das Beste daran: Wir haben noch mehr Freude am Arbeiten.
Julia Stuckenberger, Team Lead Pattern, Kübler Workwear

Mit der Technologie von Assyst sind wir für die Zukunft und unsere Wachstumspläne gut aufgestellt. Die Durchgängigkeit vom Schnitt zum Schnittbildlegen und zur Auftragsplanung ist für uns sehr wertvoll. Fehler können gar nicht erst entstehen und wir haben umfassende Kostentransparenz für Kundenangebote.
Manuela Banzhaf, Team Lead Business Project Management, Kübler Workwear

Anstelle der bisherigen 45 Gradiertabellen deckt jetzt eine gut strukturierte und reduzierte Anzahl von Gradiertabellen die zehn maßgeblichen Größengänge einheitlich und eindeutig ab. Dabei wurden auch die Katalog- und Randgrößen neu definiert, sodass sich Produktionsaufträge jetzt besser erfassen lassen und die Voraussetzungen für eine vollständige EDI-Anbindung gegeben sind.

Der nächste Schritt – Prozessausbau

Im nächsten Schritt soll der durchgängige Prozess bei Kübler in Richtung Lieferpartner ausgebaut und die Anbindung der Drittsysteme erweitert werden. Durch die neue digitale Kompetenz der Mitarbeiter und die durchgängige Technologielandschaft sind optimale Voraussetzungen geschaffen, um die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen und damit neue Wettbewerbsvorteile zu realisieren.